Holz

Holz zu bearbeiten und in Scheite zu spalten erfordert einiges an Kraft und Geduld. Das kann nicht nur lästig sein, sondern auch schnell dafür sorgen, dass man an sein Limit gerät. Aber das muss nicht sein – mit einem Holzspalter wird diese Arbeit schnell und präzise, ohne unnötigen Kraftaufwand erledigt!

In unserem Holzspalter Test 2019 haben wir dir ausführliche Hintergrundinformationen rund um das Thema Holzspalter zusammengestellt. Du findest antworten auf die wichtigsten Fragen und wir stellen dir verschiedene Arten von Holzspaltern genauer vor. Außerdem erklären wir dir Kriterien, auf die du beim Kauf unbedingt achten solltest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit einem Holzspalter kannst du dein Holz mechanisch und ohne großen Kraftaufwand in handliche Scheite spalten. Dadurch sparst du viel Zeit und Mühe.
  • Je nach Antriebsart unterscheidet man zwischen drei Typen: elektrische Holzspalter, kraftstoffbetriebene Holzspalter und Holzspalter mit Zapfwellenantrieb.
  • Für einfache Heimwerker eignen sich Spaltgeräte mit einem 230-Volt-Elektromotor am besten. Diesen kannst du ganz einfach über eine normale Steckdose betreiben.

Holzspalter Test: Favoriten der Redaktion

Der Holzspalter mit der stärksten Spaltkraft

Klein, aber fein – der Stahlmann 1440 bietet viel Kraft für wenig Geld. Obwohl er zur schnellem Verschleiß von Gewinden und Schrauben neigt, lässt sich dieses Problem mit ein wenig Pflege leicht beheben. Gerade als gelegentlicher Heimwerker bist du mit diesem Holzspalter also bestens beraten.

Der Stahlmann 1440 besticht vor allem durch seinen leistungsstarken Elektromotor. Trotz der geringen Größe weist dieser Holzspalter eine hohe Spaltkraft auf und eignet sich daher auch für größere Holzstücke.

Obwohl der Stahlmann 1440 „nur“ über einen handelsüblichen 230-Volt-Anschluss verfügt und damit eigentlich für den Heimgebrauch konzipiert ist, steckt in dem kleinen Motor eine Kraft von 2.200 Watt. Damit ist der 1440 in seiner Klasse eines der stärksten Modelle und ist somit auch beim Spalten von härterem Holz nicht überfordert.

Da der Motor nur beim tatsächlichen Spaltvorgang läuft ist der Energieverbrauch des Geräts überraschend gering. Der ohnehin schon erschwingliche Preis des Geräts wird also durch besonders niedrige Nebenkosten noch weiter gedrückt.

Negativ fällt allerdings auf, dass der Elektromotor des Stahlmann 1440 vergleichsweise schnell warm wird und überhitzt. Besonders bei langen Arbeitseinsätzen kann das zu häufigen Ausfällen der Sicherungen führen. Daher solltest du darauf achten, deine Spaltarbeit über mehrere Tage zu verteilen und den Holzspalter nur wenige Stunden am Stück einzusetzen.

Mit 47 kg ist der Stahlmann 1440 zwar sicher kein Leichtgewicht, die Masse ist allerdings in einem sehr kompakten Modell effizient verbaut. Durch seine liegende Ausrichtung ist er außerdem äußerst platzsparend.

Das Spaltgerät wird zusammen mit einem Untergestell geliefert, das beim Erhalt der Ware erst noch zusammengebaut werden muss. Obwohl das selbst für einen Laien keine Schwierigkeit darstellen sollte, ist das Gewicht von knapp 50 kg nicht zu unterschätzen. Im Zweifelsfall solltest du dir also für die Montage einen Helfer organisieren.

Der Spalter kann aber auch problemlos ohne das mitgelieferte Gestell verwendet werden. Hierbei solltest du aber darauf achten, dass der Spaltautomat auf einer ebenen Fläche steht bevor du ihn in Betrieb nimmst.

Durch den Verzicht auf das Untergestell lässt sich die Größe des ohnehin schon recht kleinen Spalters noch weiter reduzieren. Solltest du also nur wenig Platz in deiner Garage haben, eignet sich der Stahlmann 1440 ganz besonders für dich.

Wie beinahe alle liegende Holzspalter hat der 1440 allerdings das Problem, dass Holzscheite nach dem Spalten von der Arbeitsplatte geschleudert werden können. Besonders beim Spalten von hartem Holz solltest du deshalb darauf achten, dass keine Tiere oder anderen Person in der Nähe des Geräts sind.

Bei sachgemäßer Anwendung besteht für dich als Anwender aber keine Gefahr, da serienmäßig eine Zweihand-Sicherung im Gerät verbaut ist. Mit dem Stahlmann 1440 lassen sich auch große Stücke Holz kinderleicht spalten. Das liegt zum einen an dem erstaunlich hohen Spaltdruck von 7 Tonnen, zum anderen an der großen Arbeitsfläche des Holzspalters.

Obwohl der maximale Spaltgutdurchmesser des 1440 mit nur 250 mm angegeben ist, lassen sich auch Holzstücke bis zu einem Durchmesser von 350 mm problemlos spalten. Derart großes Spaltgut sollte aber die Ausnahme bleiben! Bedingt durch seine simple Konstruktion tritt beim 1440 des öfteren das Problem auf, dass die Seitenbleche, die die Arbeitsfläche begrenzen, nach außen weggedrückt werden.

Mit einer maximalen Spaltgutlänge von 520 mm ist der Stahlmann 1440 ebenfalls großzügig proportioniert. Dadurch kannst du auch etwas größere Holzscheite zurechtschneiden. Solltest du allerdings lediglich Holz mit einer Länge von 360 mm (Kaminholz) verarbeiten, dann ist das auch kein Problem.

Durch den verstellbaren Spalthub lässt sich das Gerät praktisch an jede Holzlänge anpassen und erlaubt damit ein angenehmes und zeitsparendes Arbeiten.

Bei allen Vorteilen des Holzspalters sticht aber besonders der hohe Spaltdruck hervor. Der Richtwert von 7 Tonnen kann zwar durch unsachgemäße Verwendung des Geräts etwas gemindert werden, reicht im optimalen Zustand aber aus um selbst die härtesten Hölzer zu spalten. Gerade bei einem Spaltgerät dieser Größe wirst du kaum ein stärkeres Gerät finden.

Als elektrischer Holzspalter produziert der Stahlmann 1440 keine Abgase. Trotz der hohen Leistung des Motors ist dieser außerdem auffallend leise und eignet sich somit perfekt für den Einsatz im heimischen Garten. Auch die Lautstärke der Hydraulikpumpe des Spaltgeräts hält sich in Grenzen. Wenn für dich ein normales Gartengerät wie ein Heckenschneider keine Belastung darstellt, wird der 1440 das für dich auch nicht sein.

Der Holzspalter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Mit 6,5 Tonnen Spaltleistung gehört der Scheppach HL650 zu den stärkeren Modellen im Bereich der Brennholzspalter. Im Vergleich mit ähnlich starken Spaltgeräten schneidet dieser Automat aber relativ schlecht ab.

Grund dafür ist der geringfügig schlechtere Spaltdruck sowie der höhere Preis. Wenn dir aber egal ist, wie dein Holzspalter sich im Vergleich mit anderen Geräten schlägt, ist der HL650 durchaus als ein solider Holzspalter zu betrachten.

Mit seinem 230-Volt-Elektromotor leistet der Scheppach HL650 volle 2.200 Watt. Auf den ersten Blick scheint dieser Wert für einen Holzspalter seiner Größe recht hoch zu sein. Im Vergleich zu Konkurrenzmodellen mit einer ähnlichen Leistung verfügt der HL650 aber um eine leicht geringere Spaltleistung.

Als Spaltgerät für den Hausgebrauch verfügt der HL650 über einen für seine Klasse standardmäßigen 230-Volt-Anschluss. Das macht ihn vor allem für gelegentliche Heimwerker attraktiv. Trotz seiner hohen Leistung von satten 2.200 Watt solltest du allerdings keine zu hohen Erwartungen an diesen Spalter stellen.

Einer der auffälligeren Nachteile des HL650 von Scheppach ist die relativ langsame Vor- und Rücklaufgeschwindigkeit. Mit 3,3 cm/s Vorlaufgeschwindigkeit und 4,7 cm/s Rücklaufgeschwindigkeit gehört dieser Spaltautomat nicht zu den schnellsten Modellen.

Darunter leidet die generelle Arbeitsgeschwindigkeit etwas. Durch den simpel und stufenlos verstellbaren Spalthub kann dem aber entgegengewirkt werden. Ein allzu langer Leerlauf des Motors beim Spalten wird also verhindert.

Negativ hervorzuheben ist dagegen die umständliche Bedienung des Spaltgeräts. Aufgrund der unergonomischen Anordnung der Bedienhebel und -tasten muss selbst von Personen durchschnittlicher Größe eine leicht gekrümmte Haltung eingenommen werden. Das kann vor allem bei bereits vorbelasteten Personen zu Rückenproblemen führen.

Durch sein Gewicht von knapp 45 kg ist der Scheppach HL650 im Mittelfeld unter den Einsteiger-Holzspaltern anzusiedeln. Auch seine Größe und Ausmaße entsprechen dem Standard seiner Klasse. Das mitgelieferte Gestell ist etwas unhandlich, verleiht dem Holzspalter aber Flexibilität bezüglich des Einsatzortes.

Als in einigen Fällen problematisch erweist sich die Montage dieses Gestells. Durch das Fehlen einer Anleitung solltest du nur als geübter Bastler versuchen, das Gerät selbst zusammenzustellen. Ohne vorhergehende Erfahrung mit solchen Aufgaben könnte sich die Montage als schwierig gestalten.

Einmal montiert erlaubt dir das Gestell aber den Holzspalter auch in nicht völlig ebenem Gelände, wie zum Beispiel in deinem Garten, einzusetzen. Das kann definitiv als ein Pluspunkt gesehen werden. Das kostenlose Mitliefern dieses Gestells ist nämlich keine Selbstverständlichkeit. Einziges Manko ist das bereits angesprochene Fehlen einer Montageanleitung.

Kritisiert werden kann darüber hinaus auch die relativ schlichte Konstruktion des Gestells. Ebenso wie die Transporträder, über die dieser Holzspalter verfügt, ist der Unterbau etwas dürftig und kann leicht Schaden nehmen.

Durch seine Konstruktion als liegender Brennholzpalter ist der Scheppach HL650 eigentlich ein sehr platzsparendes Modell. Dieser Vorteil wird aber wieder durch das Gestell zunichte gemacht. Erst durch das Abmontieren des Unterbaus kann der HL650 mit kompakteren Holzspaltern wie dem Atika ASP 5 N mithalten.

Der HL650 wurde vom Hersteller Scheppach als Einsteiger-Brennholzspalter konzipiert. Diese Aufgabe erfüllt das Spaltgerät zwar, hat aber starke Konkurrenz. Die maximalen Abmessungen des Spaltguts entsprechen anderen Geräten seiner Klasse, in Sachen Spaltkraft ist der HL650 aber leicht unterdurchschnittlich.

Wenn ein hoher Spaltdruck für dich also wichtig ist, solltest du dich eventuell nach einem anderen Spaltgerät umsehen. Mit 6,5 Tonnen Spaltdruck gehört der HL650 sicherlich zu den stärkeren Modellen die für Hobby-Spalter konzipiert wurden. Im direkten Vergleich gibt es aber Konkurrenten mit der selben Motorleistung, die aber volle 7 Tonnen Pressdruck entwickeln können. I

Im reinen Privatgebrauch sollte dieser marginale Unterschied nicht allzu sehr auffallen, falls du aber ein eher anspruchsvoller Spalter bist, könnte das deine Kaufentscheidung beeinflussen.

Beim maximalen Spaltgutdurchmesser kann der HL650 hingegen punkten. Die vom Hersteller Scheppach angegebenen 250 mm können in der Praxis ohne Probleme übertroffen werden. Dabei solltest du aber darauf achten, den Holzspalter ordentlich zu warten. Holzscheite mit einem Durchmesser von über 250 mm können nämlich unter Umständen die seitlich angebauten Schutzbleche verbiegen.

Die maximale Spaltgutlänge von 520 mm entspricht dem, was du von Konkurrenzprodukten erwarten kannst. Einen großen Vorteil gegenüber manchen anderen Spaltern bietet der HL650 allerdings durch seinen verstellbaren Spalthub (bis maximal 520 mm).

Eine solche Möglichkeit ist bei Geräten seiner Klasse keine Selbstverständlichkeit. Gerade wenn du Holzscheite unterschiedlicher Länge bearbeiten willst, kann ein solcher stufenlos verstellbarer Spalthub für dich eine große Arbeitsersparnis darstellen.

Trotz seiner 2.200 Watt Motorleistung ist der HL650 erstaunlich leise. Da er als Elektro-Holzspalter außerdem keine störenden oder gefährliche Abgase produziert, stellt er nur eine geringe Belastung für deine Umwelt dar.

Auch bei diesem Spaltgerät gilt aber: niemals auf den Gehörschutz verzichten! Gerade bei längeren Arbeitseinsätzen kann auch eine geringere Lärmbelastung schädlich für dein Gehör sein. Bedenke immer, dass du dich beim Arbeiten mit einem Holzspalter meist in unmittelbarer Nähe des Motors befindest und somit die volle Schallbelastung zu spüren bekommst.

Der beste Holzspalter ohne Elektroantrieb

Dieser Holzspalter unterscheidet sich wesentlich von den anderen Maschinen durch seine besondere Art des Antriebs. Statt einem Motor wird der Spalter mit einem Fußbetrieb bedient. Dies spart nicht nur Strom, sondern die Maschine kommt auch zu einem günstigeren Preis.

Trotz des fehlenden Motors kann das Holz mit 1,2 Tonnen Schlagkraft gespalten werden. Kunden schätzen die einfache und schnelle Bedienung, um in kurzer Zeit kleine Holzscheitel für den Ofen zu bekommen.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Holzspalter kaufst

Wie funktioniert ein Spaltgerät?

Unabhängig von ihrer Antriebsart funktionieren alle Holzspalter nach dem gleichen Prinzip. Durch mechanischen Druck wird ein Spaltkeil oder ein Spaltkreuz in Bewegung gesetzt, das ein Stück Holz in mehrere Scheite teilt.

Die allermeisten Spaltmaschinen benutzen dabei ein Hydrauliksystem um den benötigten hohen Druck zu erzeugen. Allerdings gibt es auch einige sehr einfach gebaute Spalter, die mit Muskelkraft betrieben werden. Solche manuelle Holzspalter machen heutzutage aber nur mehr einen sehr kleinen Teil des Markts aus, da sie anstrengend zu benutzen sind.

Holzspalter für Holzscheite

Durch ein Hydrauliksystem wird großer Druck erzeugt, um die Holzstücke zu spalten. Der größte Vorteil von Holzspaltern ist, dass du das Holz nicht mehr kräftezehrend von Hand zerhacken musst, sondern, dass die Maschine die Arbeit für dich übernimmt.

Welcher Holzspalter eignet sich besonders für den Privatgebrauch?

Wer einen einen einfachen Brennholzspalter für den Heimgebrauch sucht, für den reicht auch eine kleine und einfach gehaltene Spaltmaschine bereits völlig aus.

Wenn du auf der Suche nach einem Holzspalter zum privaten Einsatz im Garten bist, dann macht es für dich keinen Sinn einen großen und teuren Spalter zu kaufen. Stattdessen solltest du dich für ein Gerät entscheiden, dass besser zu deinen Bedürfnissen passt. Empfehlenswert für den Privatgebrauch sind dabei Spaltgeräte, die folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Antriebsart: Elektromotor, 230 Volt
  • Spaltkraft: 4 bis 8 Tonnen
  • Spalthub: max. 37 cm
  • Ausrichtung: liegend

Besonderen Wert solltest du darauf legen, dass dein Brennholzspalter über einen 230 Volt Elektromotor verfügt. Der große Vorteil eines solchen Holzspalters liegt darin, dass du ihn ganz einfach über die normale Steckdose in deiner Garage oder deinem Garten betreiben kannst. Zusätzlicher Treibstoff oder gar ein eigener Traktor sind also nicht nötig!

Eine Spaltkraft von 4 bis 8 Tonnen ist für den Hausgebrauch bereits völlig ausreichend. Hier gilt allerdings: mehr hilft mehr. Wenn du also vorhast besonders hartes oder nasses Holz zu spalten, macht es für dich vielleicht Sinn in etwas mehr Spaltdruck zu investieren. Bedenke aber, dass Holzspalter mit hoher Spaltkraft teurer sind.

Wenn du dein Spaltgerät lediglich zum Spalten von Brennholz oder Anzündholz benötigst, solltest du außerdem darauf Acht geben, dass der Spalthub deiner Maschine nicht höher als 37 cm ist. Mehr ist zum Spalten von ofengerechten Holzscheiten nicht nötig.

Im Vergleich zur Antriebsart, der Spaltkraft und dem Spalthub ist die Entscheidung zwischen einem stehenden Holzspalter und einem liegenden Holzspalter weniger wichtig. Wir empfehlen dir dennoch den Kauf eines liegenden Spalters, da dieser meist etwas kleiner dimensioniert ist. Dadurch ist er einfacher zu Verstauen wenn du ihn gerade nicht brauchst.

Wo liegt der Unterschied zwischen stehenden und liegenden Holzspaltern?

Holzspalter können grob in zwei Klassen eingeteilt werden: liegend und stehend. Die Arten unterscheiden sich in ihrem Aufbau und teilweise in ihrer Anwendung, letztendlich gibt es aber für jeden Aufgabenbereich sowohl Stehendspalter als auch Liegendspalter.

Bei stehenden Holzspaltern beziehungsweise Senkrechtspaltern wird das zu verarbeitende Holz auf einem sogenannten Spalttisch platziert. Beim Betätigen des Spaltgeräts wird ein vertikal angebrachter Spaltkeil von oben auf das Holz herabgedrückt und teilt dieses in zwei Hälften.

Die Höhe des Spalttisches kann bei vielen Modellen verstellt werden um eine angenehmere Arbeitshöhe für den Anwender zu ermöglichen. Konstruktionsbedingt haben stehende Spaltgeräte aber meistens einen maximalen Spalthub von etwas über einem Meter.

Bei liegenden Spaltern oder Waagrechtspaltern entfällt der Spalttisch. Stattdessen wird das Holz in einer Führungsrinne platziert. Durch eine Schubplatte wird das Holz gegen das Spaltbeil gedrückt und so zerteilt. Durch diesen horizontalen Aufbau ermöglichen liegende Holzspalter es auch Holzstämme über 1,5 Meter zu spalten.

Über wie viel Spaltkraft sollte dein Holzspalter verfügen?

Die Spaltleistung ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Holzspalters. Obwohl größere Modelle eine Spaltkraft von bis zu 30 Tonnen erreichen können, ist für den Privatgebrauch meist viel weniger nötig.

Wenn du lediglich einen kleinen Brennholzspalter für Zuhause suchst, ist bereits ein Gerät ab 4 Tonnen Spaltdruck eine gute Wahl. Wenn du allerdings größere Stücke (zum Beispiel Meterholz) spalten möchtest, solltest du eine Leistung von ca. 10 Tonnen anpeilen. Größere Spaltautomaten sind erst dann sinnvoll, wenn du einen Industrie-Holzspalter suchst.

Abhängig von deinen Bedürfnissen lässt sich also folgende Empfehlung aussprechen:

Verwendungszweck Spaltkraft
Heimgebrauch 4 bis 8 Tonnen
Semi-Professioneller Gebrauch 8 bis 12 Tonnen
Profi-Gebrauch 12 bis 20 Tonnen
Holzspalter dunkelgrau

Obwohl größere Modelle eine Spaltkraft von bis zu 30 Tonnen erreichen können, ist für den Privatgebrauch meist viel weniger nötig.

Was bedeutet Spalthub und wie viel davon macht für dich Sinn?

Die Angabe des Spalthubs zeigt dir, wie lang der Weg ist, den der Spaltkeil maximal zurücklegen muss. Ein hoher Spalthub bedeutet dass du größere Holzstücke spalten kannst, das Spalten damit dauert aber auch länger.

Nicht nur die Spaltkraft, sondern auch der Spalthub sind ausschlaggebend dafür, welches Spaltgerät du dir anschaffen solltest.

Kleine Brennholzspalter für den Hausgebrauch haben meist nur einen geringen Hub. Dadurch kann das Spaltkreuz viel schneller vor- und wieder zurückbewegt werden. Die Folge ist ein schnellerer Spaltzyklus. Durch den geringen Spalthub kann aber nur Kurzholz gespalten werden. Zum Spalten längerer Holzstücke solltest du eine Spaltmaschine mit größerem Hub kaufen.

Merke: der Spalthub gibt indirekt an wie groß die Holzstücke maximal sein können, die gespalten werden.

Braucht dein Holzspalter eine Seilwinde oder einen Stammheber?

Kurzum: nein. Vor allem kleinere Spaltgeräte können problemlos ohne Seilwinde oder Stammheber betrieben werden. Wenn du allerdings größere Holzstücke aufspalten willst, ist eine solche Vorrichtung Pflicht.

Beim Spalten von Anzündholz oder anderen kleinen Holzstücken ist es möglich, das Holz von Hand auf dem Spalttisch zu positionieren. Langholz und Meterholz sind ohne eine Seilwinde oder einem Stammheber aber durch ihr Gewicht unmöglich in die richtige Lage zu bringen um sie zu spalten.

Aus diesem Grund besitzen vor allem hochwertige Holzspalter eine eingebaute Vorrichtung um die Holzstücke in Stellung zu bringen.

Bei stehenden Spaltgeräten kommt dabei oft eine Seilwinde zum Einsatz, die größere Holzstücke in Position zieht. Liegende Holzspalter verfügen hingegen über einen sogenannte Stammheber. Selbst große Baumstämme können einfach auf diesen gerollt werden. Die Spaltmaschine erledigt dann den Rest und hebt das Holz automatisch in die richtige Spaltposition.

Was muss ich beim sicheren Umgang mit einem Holzspalter beachten?

Du solltest dir immer im Klaren darüber sein, dass ein Spaltgerät eine gefährliche Maschine ist. Bei unsachgemäßer Handhabung kannst du dich schwer oder sogar lebensgefährlich verletzen! Beachte deshalb beim Umgang mit deinem Holzspalter einige Sicherheitshinweise:

  • Lies die Bedienungsanleitung, vor allem die Warnhinweise und das Kapitel zum sicheren Gebrauch
  • Lass dich im Fachhandel von einem Experten in den Umgang mit deinem Holzspalter einweisen
  • Kleide dich in Schutzausrüstung: Sicherheitsschuhe, Gehörschutz und Schutzhandschuhe
  • Achte darauf, dass das Spaltgerät nur von einer Person gleichzeitig bedient wird
  • Schalte den Holzspalter nur über den dafür vorgesehenen Geräteschalter ein oder aus
  • Überbrücke keine Sicherheitseinrichtungen an deinem Gerät

Welche Alternativen gibt es zu klassischen Holzspaltern?

Die einfachste Alternative zu herkömmlichen Spaltgeräten ist natürlich eine Axt. Wenn du dein Holz allerdings ohne Spaltmaschine aufspalten und dennoch nicht auf Muskelkraft setzen willst, dann könnte eine Wippkreissäge das richtige für dich sein.

Eine solche Kreissäge besteht aus einem Metallgestell, an dem sich ein beweglicher Schlitten mit dem Sägeblatt befindet. Dieser Schlitten ist mit dem Gestell durch eine Zugfeder verbunden. Wird der Schlitten vom Gestell weggezogen, lässt die Feder ihn wieder in die Ausgangsposition „zurückwippen“. Dadurch können große Mengen Brennholz mit relativ geringem Kraftaufwand gesägt werden.

Neben solchen Brennholzsägen gibt es auch noch sogenannte Kegelspalter. Diese Geräte sind modernen Holzspaltern sehr ähnlich. Sie verfügen allerdings nicht über ein Spaltbeil, sondern über einen sich drehenden Spaltkegel. Dieser bohrt sich in das zu bearbeitende Holzstück und spaltet es so auf.

Da sich lose Kleidungsstücke und sogar Körperteile in diesem Bohrkegel verfangen können, sind es sehr gefährliche Maschinen die heute nur mehr selten zum Einsatz kommen.

Folgende Tabelle fasst die Alternativen zum Holzspalter nochmals zusammen.

Alternative Beschreibung
Axt oder Beil Gebräuchlichste und preiswerteste möglichkeit Holz zu spalten. In der Regel jedoch mit erheblich größerem Aufwand verbunden.
Spalthammer Kombination von Beil und Hammer. Hiermit lässt sich teilweise auch Gestein spalten.
Wippkreissäge Kreissäge zerteilt das Holz durch hin und her wippen.
Kegelspalter Ähnlich wie Holzspalter, jedoch bohrt sich ein drehender Spaltkegel in das zu bearbeitende Holzstück.

Was kostet ein Holzspalter?

Preislich können Holzspaltmaschinen grob in drei Klassen eingeteilt werden: Holzspalter für den Hausgebrauch liegen zwischen 100 und 450 Euro, höherwertige Spaltmaschinen kosten zwischen 450 und 1.000 Euro und Profi-Maschinen können ab dreistelligen Beträgen erworben werden.

Die meisten Spaltgeräte fallen dabei in die unterste Preisklasse. Gerade als Heimwerker auf der Suche nach einem Gerät zum Zerkleinern von Kaminholz hast du also sehr viel Auswahl. Allerdings solltest du keine Wunder von einem solchen Holzspalter erwarten.

Der geringe Preis kommt meistens durch eine technisch einfach gehaltene Ausführung zu Stande. Wenn Einfachheit für dich allerdings kein Problem ist, dann ist vielleicht auch schon ein manueller Holzspalter empfehlenswert. Der Anschaffungspreis für einen solchen liegt bei ca. 30 Euro.

Wenn du öfters oder besonders große Stücke Holz spalten willst, dann solltest du dir überlegen dich in der nächsthöheren Preisklasse umzusehen. Diese beginnt bei ca. 450 Euro und bietet Spaltmaschinen die technisch etwas höherwertig sind. Gerade für den semi-professionellen Bereich sind Holzspalter aus diesem Preissegment eine gute Idee.

Profi-Holzspalter sind erst ab 1.000 Euro erhältlich. Der hohe Preis wird dabei aber durch eine hohe Qualität gerechtfertigt: Spaltmaschinen aus dieser Preisklasse können jede erdenkliche Art von Holz spalten. Vor allem Forstwirte und Waldbesitzer sind mit einem solchen Profi-Gerät gut beraten.

Wo kann ich einen Holzspalter kaufen?

Spaltmaschinen für den Privatgebrauch kannst du in fast jedem Baumarkt finden. Bist du allerdings auf der Suche nach einem technisch höherwertigen Holzspalter, dann solltest du einen Fachmarkt für landwirtschaftliche Geräte aufsuchen. Die größte Auswahl bietet allerdings das Internet. Dort kannst du fast jedes erdenkliche Holzspaltgerät finden.

  • amazon.de
  • ebay.de
  • westalia.de
  • Obi
  • Toom
  • Baumax
  • Hagebaumarkt
Holzspalter orange

Ein geringer Preis kommt meistens durch eine technisch einfach gehaltene Ausführung zu Stande.

Kann ich einen Holzspalter auch ausleihen/mieten?

Wenn du lediglich einen Brennholzspalter zum einmaligen Einsatz brauchst, dann könnte es sinnvoll sein ein solches Gerät zu mieten. Sowohl kommerzielle Maschinen-Verleiher als auch manche großen Baumärkte bieten dir die Möglichkeit, Holzspalter tageweise auszuleihen.

Vor allem bei großen und teuren Spaltgeräten ist eine Anschaffung unter Umständen nicht lohnenswert. Sowohl finanzielle als auch logistische Gründe können gegen die Investition in einen eigenen Holzspalter sprechen.

Eine Alternative zum Kauf bietet dir die Möglichkeit, ein Spaltgerät zu mieten. Dadurch sparst du dir die hohen Anschaffungskosten, die vor allem bei Profi-Holzspaltern hoch ausfallen könne.

Entscheidung: Welche Arten von Holzspaltern gibt es und welcher ist der richtige für dich?

Egal ob Spaltkraft , Antriebsart oder Spalthub – beim Kauf einer Spaltmaschine gibt es vieles zu beachten. Die wichtigste Frage dabei ist die nach dem Antrieb des Spaltgeräts. Grundsätzlich können Holzspalter auf drei verschiedene Arten angetrieben werden:

  • mit einem Elektromotor
  • mit einem Kraftstoffmotor (Benzin oder Diesel)
  • über einen Zapfwellenantrieb

Diese drei Antriebsarten unterscheiden sich dabei nicht nur in ihrem Anwendungsbereich und ihren Kosten. Teilweise sind sie auch in ihrem Aufbau grundlegend verschieden. Alle drei Antriebsarten bieten dabei verschieden Vorteile und Nachteile. Diese wollen wir dir im Folgenden aufzeigen und dich dabei beim Kauf deines Holzspalters beraten.

Wie funktionieren elektrische Holzspalter und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Beinahe alle Spaltmaschinen-Hersteller bieten in ihrem Sortiment Holzspalter an, die über einen Elektromotor betrieben werden. Solche Modelle können ganz einfach über einen Stromanschluss betrieben werden.

Elektrische Holzspalter verfügen über einen eingebauten Elektromotor, der entweder mit 230 Volt (Lichtstrom) oder 400 Volt (Starkstrom) läuft. Während 230V-Modelle meistens für den Heimgebrauch konzipiert sind, bringen 400V-Modelle die nötige Leistung für Profi-Anwender.

Unabhänging von der Voltzahl verfügen elektrische Modelle über einen Motor, der eine Hydraulikpumpe betreibt. Diese wiederum bringt das Spaltbeil beziehungsweise das Spalkreuz in Bewegung.

Vorteile
  • Benötigt keinen zusätzlichen Kraftstoff
  • 230V-Modelle können über heimische Steckdose betrieben werden
  • Elektromotor ist vergleichsweiße leise
Nachteile
  • Standortgebunden, da Stromanschluss notwendig
  • 400V-Modelle benötigen Starkstrom-Quelle

Der große Vorteil von Holzspaltern mit Elektromotor liegt darin, dass sie recht einfach zu betreiben sind. Ein Stromanschluss der über die entsprechende Voltzahl verfügt ist alles was du brauchst. Je nachdem wo du dein Holz spalten möchtest kann dieser Vorteil aber auch ein Nachteil sein.

Durch die Notwendigkeit eines Stromanschlusses sind elektrische Spaltgeräte bis zu einem gewissen Grad standortgebunden. Du kannst mit einem solchen Holzspalter also nicht im Wald arbeiten. Darüber hinaus sind Holzspalter mit Elektromotor meist kleiner als Modelle mit Kraftstoffantrieb oder Zapfwellenantrieb und verfügen dementsprechend über eine geringere Spaltleistung.

Wie funktionieren Spaltmaschinen mit Benzinmotor bzw. Dieselmotor und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Neben Modellen mit Elektromotor gibt es auch Spaltgeräte, die durch einen klassischen Kraftstoffmotor angetrieben werden. Solche Holzspalter sind unabhängig von Stromquellen, benötigen für ihren Einsatz aber entweder Benzin oder Diesel.

Wie elektrische Modelle verfügen auch Holzspalter mit Benzin- oder Dieselmotoren über eine Hydraulikpumpe über die das Spaltbeil bewegt wird. Im Gegensatz zu Holzspaltern mit Elektromotor sind kraftstoffbetriebene Spalter dabei sehr viel effizienter. Meistens verfügen solche Modelle über eine Spaltkraft die sehr viel höher ist als jene von elektrischen Spaltgeräten.

Vorteile
  • Hohe Spaltkraft
  • Standortunabhängig
Nachteile
  • Benötigen Benzin oder Diesel zum Betrieb
  • Laut

Allerdings haben auch benzin- oder dieselbetriebene Spaltmaschinen ihre Nachteile. Ihre Kraftstoffmotoren sind nicht nur laut, sondern produzieren auch eine gewisse Menge Smog.

Dadurch ist es nicht empfehlenswert, solche Spalter in bewohnten Gegenden einzusetzen. Der zusätzliche Bedarf an Kraftstoff, der durch solche Holzspalter generiert wird, kann außerdem einen nicht unerheblichen Kostenfaktor darstellen.

Wie funktionieren Holzspalter mit Zapfwellenantrieb bzw. externem Hydraulikanschluss und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Manche Spaltgeräte verfügen über keinen eingebauten Motor. Stattdessen bieten sie dir die Möglichkeit, deinen Holzspalter über eine Zapfwelle mit deinem Traktor anzutreiben. Vor allem für Landwirte stellt das eine attraktive Alternative zu herkömmlichen Spaltern dar.

Tipp: solltest du deinen Holzspalter häufig an verschiedene Traktoren anschließen, dann ist es sinnvoller wenn du dich für ein Zapfwellen-Modell entscheidest. Beim direkten Anschluss an die Trekker-Hydraulik kann es nämlich zum Austausch von Hydrauliköl kommen. Langfristig kann das zu einem Defekt an deinem Holzspalter führen.

Solltest du einen Traktor, einen Trekker oder ein anderes Fahrzeug mit Nebenabtrieb besitzen, kann es für dich sinnvoll sein einen Holzspalter anzuschaffen, der über einen Zapfwellenantrieb verfügt.

Bei einem solchen Spaltgerät kannst du die Hydraulikpumpe der Maschine über das Getriebe deines Fahrzeugs antreiben. Manche Modelle kannst du auch direkt an die Hydraulik deines Traktors anschließen.

Holzspaltmaschinen mit Zapfwellen- oder Hydraulikanschluss sind meist größer als ihre autonomen Verwandten und verfügen dadurch über eine entsprechend hohe Spaltleistung.
Bedingt durch diese Größe sind Holzspalter mit Zapfwellenantrieb meistens Stehendspalter. Liegendspalter werden nur sehr selten mit Zapfwelle betrieben.

Vorteile
  • Überall einsetzbar
  • Leicht transportierbar
  • Generell hohe Spaltleistung
Nachteile
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Benötigt einen Traktor oder ein ähnliches Fahrzeug

Neben der hohen Leistung eines Spalters der durch einen Traktor angetrieben wird, hat ein solcher auch den Vorteil sehr mobil zu sein. Die meisten Zapfwellen-Holzspalter verfügen über ein Transportgestell, durch das sie mit Leichtigkeit zum Einsatzort befördert werden können.

Der offensichtlichste Nachteil von Zapfwellenmodellen ist klarerweise, dass du einen Traktor benötigst um sie anzutreiben. Darüber hinaus können solche Spaltmaschinen durch ihre Größe und Leistung relativ teuer sein.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Holzspalter vergleichen und bewerten

Spaltgeräte aller Art verfügen über eine große Zahl an Eigenschaften durch die sie sich auszeichnen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn du dir als potentieller Käufer nicht sicher bist, für welches Gerät du dich entscheiden solltest. Nachfolgend möchten wir dir aufzeigen, auf welche Kriterien du beim Kauf deines Holzspalters besonders viel Wert legen solltest.

Kurz gesagt solltest du deine Kaufentscheidung nach folgenden Kriterien treffen, auf die wir in den folgenden Absätzen näher eingehen werden:

  • Antriebsart
  • Größe / Gewicht
  • Ausrichtung
  • Leistung
  • Kraftstoff
  • Voltzahl
  • Spaltdruck
  • Spalthub
  • Spaltgutlänge / Spaltgutdurchmesser
  • Vorlaufgeschwindigkeit / Rücklaufgeschwindigkeit
  • Lautstärke / Abgase

Die Antriebsart

Die wichtigste Frage mit der du dich beim Kauf eines Holzspaltgeräts beschäftigen solltest ist die des Antriebs. Abhängig von deinen Ansprüchen eignen sich für dich nämlich entweder Spaltmaschinen mit Elektromotor, mit Verbrennungsmotor oder Holzspalter mit Zapfwellenantrieb.

Solltest du auf der Suche nach einem einfachen Gerät für den Hausgebrauch sein, dann solltest du dich für einen Spalter mit Elektromotoren entscheiden. Solche Modelle haben den Vorteil, dass du sie ganz einfach an die heimische Steckdose anschließen kannst.

Darüber hinaus sind elektrische Holzspalter vergleichsweise leise. Das kann besonders dann wichtig sein, wenn du vorhast dein Spaltgerät in deinem Garten einzusetzen und du Nachbarn hast.

Spaltautomaten mit Verbrennungsmotoren hingegen bieten dir genügend Spaltkraft um auch härtere Hölzer zu zerkleinern. Außerdem sind solche Spalter standortungebunden, wodurch du sie auch mühelos im Wald einsetzen kannst. Einen Holzspalter mit Verbrennungsmotor solltest du dir also anschaffen, wenn Mobilität und Leistung für dich am wichtigsten sind.

Spaltgeräte mit Zapfwellenantrieb sind wiederum in so fern besonders, als dass sie einen Traktor oder Trekker zum Betrieb benötigen. Dadurch eignen sich solche Geräte hauptsächlich für Land- oder Forstwirte. Wenn du lediglich auf der Suche nach einem Gerät zum Brennholzspalten bist, solltest du dich also für eine andere Antriebsart entscheiden.

Wenn du allerdings häufig große Mengen Holz spalten willst und über ein Fahrzeug mit Nebenabtrieb verfügst, können Holzspalter mit Zapfwellenantrieb attraktiv für dich sein.

Größe / Gewicht

Nicht nur die Leistung deines Holzspalters ist wichtig. Gerade wenn dein Gerät nicht in Betrieb ist, sind seine Größe und sein Gewicht ebenfalls von Bedeutung. Immerhin muss dein Spaltautomat ja auch transportiert und verstaut werden.

Wie groß dein Spaltgerät maximal sein darf hängt natürlich davon ab, wie viel Platz du zur Verfügung hast. Auch hier gilt: für den Heimgebrauch reicht ein kleines Gerät völlig aus. Dadurch ist es nicht nur einfacher im heimischen Garten einzusetzen, sondern es lässt sich auch nach getaner Arbeit einfacher in der Garage abstellen.

Größere Holzspalter machen erst dann Sinn, wenn du einen geeigneten Ort für ihren Einsatz hast. Egal ob klein oder groß, Holzspaltmaschinen müssen nämlich aus Sicherheitsgründen immer auf einer ebenen Fläche eingesetzt werden. Bedenke beim Kauf deines Holzspalters also immer, wo du ihn einsetzen willst.

Ausrichtung

An dieser Frage scheiden sich die Geister: sind liegende oder stehende Holzspalter besser? Wofür du dich entscheiden solltest ist letztendlich Geschmackssache. Für jeden erdenklichen Einsatzzweck gibt es sowohl stehende als auch liegende Spaltgeräte. Was deine Entscheidung aber beeinflussen sollte ist deine körperliche Fitness und ob du Helfer hast oder nicht.

Stehende Holzspalter sind in ihrer Bedienung nämlich etwas arbeitsaufwändiger als liegende Spalter. Gerade bei langem Arbeiten kann es anstrengend werden, jedes Holzstück von Hand auf dem Spalttisch zu platzieren.

Wenn du deine Holzscheite mehrfach spalten willst erhöht sich der Arbeitsaufwand entsprechend, da du jedes Holzstück spalten, aufheben und wieder richtig positionieren musst. Vor allem für Personen mit Rückenproblem kann das schnell zu einer Belastung werden.

Liegende Spaltgeräte bieten hier zwei kleine Vorteile. Zum einen fällt bei ihnen das gespaltene Holz nicht automatisch wieder zum Boden. Dadurch ersparst du dir häufiges Bücken. Zum anderen können beim Betrieb von liegenden Holzspaltern konstruktionsbedingt weitere Personen helfen.

Bei stehenden Spaltern ist dies nicht der Fall, da du bei solchen Modellen beim Betrieb direkt vor dem Gerät stehst und damit deinen Helfern im Weg bist.

Achtung: egal wie viele Helfer du hast, den Holzspalter betätigen darf aus Sicherheitsgründen immer nur eine Person.

Leistung

Welche Leistung du dir für deinen Spaltautomaten aussuchen solltest ist tatsächlich zweitrangig. Das liegt daran, dass die Leistung lediglich angibt wie stark der eingebaute Motor deines Holzspalters ist. Viel wichtiger als diese Motorleistung ist der Spaltdruck der daraus resultiert.

Für einen Heimwerker ist die Leistung also nicht ausschlaggebend. Als solcher solltest du stattdessen nur Wert darauf legen, dass die Spaltkraft eines Geräts deinen Ansprüchen genügt. Für Profi-Holzspalter hingegen kann die Motorleistung eines Spalters durchaus wichtig sein. Sie gibt nämlich indirekt an, wie viel Strom beziehungsweise wie viel Kraftstoff eine Maschine verbraucht.

Kraftstoff

Spaltgeräte mit Verbrennungsmotoren fallen in eine von zwei Klassen: Holzspalter mit Benzinmotor oder Holzspalter mit Dieselmotor. Beide Kraftstoffe bieten ihre eigenen Vorteile. Wofür du dich entscheiden solltest, hängt von deinen Präferenzen ab.

Allgemein kann gesagt werden, dass Benzinmotoren um einiges leichter sind. Das beeinflusst natürlich das Gesamtgewicht deines Spaltautomaten. Solltest das Gewicht deines Spalters für dich also besonders wichtig sein, solltest du ein Gerät mit Benzinmotor auswählen.

Im Gegensatz dazu haben Holzspalter mit Dieselmotor einen sehr viel höheren Energiekoeffizienten. Das bedeutet, dass sie trotz ihres höheren Gewichts sehr viel leistungsstärker sind. Im Normalfall bedeutet das, dass sie weniger Kraftstoff benötigen.

Holzspalter

Spaltgeräte mit Verbrennungsmotoren fallen in eine von zwei Klassen: Holzspalter mit Benzinmotor oder Holzspalter mit Dieselmotor.

Voltzahl

Ähnlich wie bei Modellen mit Verbrennungsmotor gibt es auch bei Spaltgeräten mit Elektromotor zwei verschiedene Untergruppen. Zum einen sind das Elektro-Spalter die mit 230 Volt laufen, zum anderen solche Spaltmaschinen die 400 Volt benötigen.

Bei der Wahl der für deine Maschine benötigten Voltzahl solltest du aber besonders Acht geben! Normale Steckdosen wie du sie bei dir zuhause findest bieten nämlich nur einen 230-Volt-Anschluss. Ein Spaltgerät, das 400 Volt benötigt kannst du über einen solchen Anschluss also nicht betrieben. Stattdessen benötigst du für ein solches Gerät einen speziellen Starkstrom-Anschluss.

Gerade für einfache Heimwerker ist daher empfehlenswert, ein Gerät mit 230-Volt-Anschluss zu kaufen. Dadurch kannst du deinen Holzspalter überall dort einsetzen, wo du eine Steckdose findest. Spalter die 400 Volt zum Betrieb benötigen sind eher für professionelle Anwender empfehlenswert.

Spaltdruck

Eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Holzspalters ist der Spaltdruck. Dieser zeigt an, mit wie viel Kraft das Spaltbeil gegen das Holz drückt. Wie viele Tonnen Kraft dein Spalter aufbringen sollte, hängt immer davon ab welche Art Holz du bearbeiten möchtest.

Für Weichhölzer wie Kiefer, Weide oder Fichte reicht auch schon ein geringer Spaltdruck. Bei härteren Holzarten wie Buche, Eiche oder Esche ist es empfehlenswert auf einen höheren Spaltdruck Wert zu legen.

Darüber hinaus solltest du auch den Zustand und die Größe des Holzes bedenken, dass du spalten möchtest. Nasse oder besonders große Holzstücke stellen für deinen Holzspalter eine zusätzliche Herausforderung dar.

In einem solchen Fall ist es besser in ein wenig mehr Spaltdruck zu investieren. Bedenke dabei aber auch immer, dass Spaltmaschinen mit hoher Spaltkraft auch dementsprechend größer und vor allem teurer sind!

Spalthub

Der Spalthub eines Holzspalters gibt an, wie weit der Weg ist, denn das Spaltbeil maximal zurücklegen muss. Zusammen mit der Vor- und Rücklaufzeit ergibt sich daraus die Arbeitsgeschwindigkeit.

Ein großer Spalthub eignet sich vor allem dann, wenn du große Holzstücke spalten möchtest. Der Spalthub gibt nämlich indirekt an, wie groß Holzscheite sein dürfen um in den Holzspalter zu passen.

Allerdings gibt es auch viele Geräte, bei denen das Spaltbeil nicht vollständig bis zum Spalttisch gedrückt wird. Dadurch kann sich oftmals der Fall ergeben, dass die maximale Spaltgutlänge höher ist als der Spalthub. Daher solltest du auf beide Faktoren achten.

Wenn du allerdings nur vor hast kleine Holzstücke (zum Beispiel Anzündholz) zu spalten, dann eignet sich ein geringerer Spalthub besser. Solche Stücke sind in der Regel relativ klein und brauchen dadurch keinen großen Spalthub, durch den kürzeren Weg den das Spaltbeil zurücklegen muss kann aber schneller gearbeitet werden.

Tipp: Falls du sowohl große als auch kleine Holzstücke spalten möchtest, dann solltest du dich für ein Gerät entscheiden, das einen verstellbaren Spalthub hat.

Spaltgutlänge / Spaltgutdurchmesser

Besonders wichtig bei der Auswahl deines Holzspalters sollten die maximalen Abmessungen des Holzes sein, dass du damit spalten kannst. Zu beachten ist dabei, wofür genau du deinen Holzspalter einsetzen willst. Je nach Verwendungszweck ergeben sich nämlich unterschiedliche Ansprüche hinsichtlich dieser beiden Werte.

Gerade für den Heimgebrauch reicht meistens ein Holzspalter mit einer maximalen Spaltgutlänge von 37 cm. Das reicht völlig aus, um Holz in ofengerechte Stücke zu spalten. Im Bereich des maximalen Spaltgutdurchmessers solltest du als gelegentlicher Heimwerker einen Wert von 25 cm anpeilen. Das ist konstruktionsbedingt der niedrigsten Durchmesser den Spaltgeräte verarbeiten können.

Vorlaufgeschwindigkeit / Rücklaufgeschwindigkeit

Diese beiden Werte geben dir an, wie schnell das Spaltbeil arbeitet. Die Vorlaufgeschwindigkeit bezeichnet damit die Geschwindigkeit, mit der der Spaltkeil gegen die Spaltfläche drückt. Die Rücklaufgeschwindigkeit hingegen sagt aus, wie schnell der Keil wieder in die Ausgangsposition zurückgefahren wird.

Zusammen mit dem Spalthub lässt sich aus diesen Werten also die Arbeitsgeschwindigkeit deines Holzspalters ableiten. Gerade beim Spalten von Brennholz können diese Werte wichtiger sein, als die reine Spaltkraft! Wenn du nämlich kleine Holzblöcke in ofengerechte Scheite spalten willst, dann braucht dein Spaltgerät nicht viel Kraft. Durch eine hohe Arbeitsgeschwindigkeit kannst du in der selben Zeit aber viel mehr Holz spalten.

Beim Bearbeiten von großen Holzstämmen sind Vor- und Rücklaufgeschwindigkeiten weniger wichtig. Bei solchen Arbeiten ist es weniger wichtig, wie schnell deine Spaltmaschine sie erledigen kann. Ausschlaggebend ist eher, dass dein Holzspalter solche Aufgaben bewältigen kann. Wenn du also wenig, aber dafür großes Holz spalten willst, solltest du Wert auf den richtigen Spaltdruck legen.

Lautstärke / Abgase

Ein oft unterschätztes Kaufkriterium für Holzspalter ist deren Einfluss auf die Umgebung. Sowohl der Lärm, als auch der Smog der durch den Betrieb mancher Modelle entsteht können nicht unerheblich sein.

Das Problem von schädlichen Abgasen entsteht natürlich nur bei Spaltmaschinen mit Verbrennungsmotor. Besonders Holzspalter mit Benzinmotor produzieren dabei verhältnismäßig viel Rauch und Abgase. Spalter mit Dieselmotor sind auf den ersten Blick vielleicht etwas umweltfreundlicher, aber auch sie produzieren Schadstoffe.

Holzspalter die elektrisch betrieben werden haben dieses Problem wie erwähnt nicht. Aber auch solche Geräte können durch den von ihnen produzierten Lärm eine Belastung für dich und deine Umwelt darstellen. Zwar sind Elektromotor im Allgemeinen um einiges leiser als Verbrennungsmotoren, aber letztendlich ist die Größe ausschlaggebend für den Lärm der produziert wird.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Holzspalter

Wo kann ich meinen Holzspalter reparieren lassen?

Falls du dein Spaltgerät in einem Bau- oder Fachmarkt gekauft hast, lohnt es sich dort vorbeizuschauen. In den meisten Fällen bieten solche Verkäufern nämlich einen Reparaturservice an. Anderenfalls kannst du die Reparatur deines Holzspalters auch selbst übernehmen.

Keine Holzspaltmaschine hat eine unbegrenzte Nutzungsdauer. Gerade bei häufiger Verwendung kann es immer wieder vorkommen, dass dein Holzspalter defekt ist. In einem solchen Fall hilft meist der Gang zum nächsten Bau- oder Fachmarkt.

Sollte dein Gerät noch unter Garantie stehen, ist die Reparatur deiner Holzspaltmaschine unter Umständen sogar kostenfrei. Auch Fachbetriebe für Garten- und Baugeräte bieten häufig Holzspalter-Reparaturen an und sind bekannt für ihren guten Service.

Sollte es sich bei dem Defekt deiner Spaltmaschine allerdings um eine Kleinigkeit handeln, kannst du auch selbst versuchen, diese zu beheben. Vor allem wenn das Problem bereits durch die Reinigung der Maschine von Sägespänen gelöst werden kann, ist eine Eigenreparatur oft sinnvoller.

Gib dabei aber immer darauf Acht, dass du dich bei der Reparatur nicht selbst verletzt! Im Zweifelsfalls ist es besser, die Wartung durch einen Fachmann erledigen zu lassen.

Kann ich einen Holzspalter auch selber bauen?

Kurz gesagt: ja! Spaltgeräte sind technisch relativ simple Geräte und können dadurch mit etwas Know-How auch selbst gebaut werden. Bauanleitungen für Holzspalter lassen sich dabei leicht im Internet finden. Auch ein Umbau deines bereits gekauften Spaltautomaten ist möglich.

Aber Achtung: ein Holzspalter ist kein Spielzeug! Bevor du mit dem Bau eines eigenen Spaltgeräts beginnst, solltest du sicherstellen dass du auch weißt was du tust. Durch den Selbstbau einer Spaltmaschine können erhebliche Sicherheitsbedenken entstehen. Ein Holzspalter in Eigenbau ist daher nur Profis zu empfehlen.

Wie kann ich meinen Spaltautomaten selbst reparieren?

Auch bei der Wartung von Holzspaltern gibt es die Möglichkeit des Selbermachens. Gerade kleine Defekte an der Hydraulik können problemlos repariert werden ohne dafür zum Fachmann zu müssen.
Verschleißteile wie zum Beispiel Dichtungsringe an der Hydraulik können auch ohne mechanische Fachausbildung ausgetauscht werden.

Die benötigten Ersatzteile lassen sich entweder im Baumarkt oder direkt beim Hersteller der Spaltgeräts bestellen. Solltest du nicht mehr selbst weiterwissen, hilft oft ein Blick ins Internet.

Gerade in einem Holzspalter-Forum kannst du oft Hilfe für dein Problem finden. Wenn dir auch das nicht weiterhilft, dann ist es im Zweifelsfall sinnvoll einen Händler aufzusuchen um deine Spaltmaschine von Profis reparieren zu lassen.

Wie prüfe ich den Ölstand an meinem Spaltgerät?

Wenn dein Holzspalter defekt ist, dann ist es meistens sinnvoll zuallererst den Ölstand zu überprüfen. Dadurch lässt sich darauf schließen, ob dein Problem mit der Hydraulik in Verbindung steht oder nicht.

Wie genau du den Ölstand an deiner Maschine misst kannst du beim Hersteller in Erfahrung bringen. Unabhängig vom Modell und vom Hersteller solltest du den Ölstand aber bei eingefahrenem beziehungsweise hochgefahrenem Spaltkeil messen. In diesem Zustand ist nämlich am meisten Druck auf den Leitungen und somit Hydrauliköl im Tank.

Wenn du bei ausgefahrenem Keil und damit bei geringer Tankfüllung misst, kann es sein dass du zu viel Öl nachfüllst und der Tank überläuft sobald du das Gerät benutzt.

Wie entlüfte ich mein Spaltgerät?

Im Zusammenhang mit einem geringen Ölstand kann es dazu kommen, dass dein Holzspalter Luft angesaugt hat. Das kann zu Problemen und Defekten mit deinem Gerät führen. Diese kannst du allerdings vermeiden, in dem du das Hydrauliksystem deines Holzspalters regelmäßig entlüftest.

Dazu musst du lediglich die Druckleitung an der Hydraulikpumpe deines Geräts etwas lösen, ohne sie aber ganz aufzuschrauben. Schalte dann dein Spaltgerät ein und lass es eine Weile laufen. Sobald aus der Druckleitung keine Luft, sondern Öl austritt, ist dein Gerät entlüftet und kann wieder eingesetzt werden.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] http://etm-testmagazin.de/ratgeber/funktionsweise-von-holzspaltern-1470

[2] http://www.hydraulikverkauf.de/media/products/Aufbauplan_Holzspalter.pdf

Bildquelle: Pixabay.com / Free-Photos

Warum kannst du mir vertrauen?

Peter ist gelernter Handwerker und hat viele Jahre in verschiedenen Betrieben gearbeitet. Er besitzt eine Hobby-Werkstatt zuhause und werkelt in seiner Freizeit an verschiedenen Do-it-yourself-Projekten. Er kennt sich bestens mit Inneneinrichtung und Werkzeugen aus.